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| Johannes Mario Simmel und Zwickau |
| Johannes M. Simmel ist gestern, am 1.1.2009, im Alter von fast 84 Jahren gestorben. Der Autor vieler spannend geschriebener Romane wurde durch seinen ersten Roman "Es muss nicht immer Kaviar sein" im Jahre 1960 weltbekannt. Dieser Roman, dem Genre nach im klassischen Agenten- und Politkrimimilieu handelnd, wurde mehrfach verfilmt. Im ZDF lief im Jahr 1977 eine 13teilige Fernsehserie mit Siegfried Rauch in der Hauptrolle als Thomas Lieven. Worum geht es? Der deutsche Thomas Lieven, Bankier in London, wurde durch seinen Teilhaber ausgetrickst und kam dadurch 1937 in die Hände der Gestapo und der deutschen Abwehr. Die wollten ihn als Agenten gegen London einsetzen. Im Verlaufe seines weiteren Lebens musste er dann dem britischen Secret Service, dem französischen Deuxième Bureau und dem CIA dienen. Er kam mit dem französischen Widerstand ebenso in Berührung wie mit der Affäre des sowjetischen Atomspions Abel, der Mitte der 50er Jahre gegen den über Swerdlowsk abgeschossenen amerikanischen U2-Aufklärungspiloten Powers ausgetauscht wurde. Aber eigentlich wollte er nur kochen, gut leben und schöne Frauen verehren. War er doch leidenschaftlicher Hobbykoch und Feinschmecker. Er zeichnete sich durch feinste Manieren aus, hasste Krieg, Gewalt und alle Geheimdienste. Die Story in Zwickau: Nach dem Krieg kam Thomas Lieven in den Besitz von geheimen Konstruktionsplänen eines deutschen Nachtsicht-Zielgerätes, das bis zum Kriegsende nicht mehr zur Serienreife entwickelt werden konnte. Dafür interessierte man sich vor allem hinter dem Eisernen Vorhang im sowjetischen Machtbereich. Für Lieven die Gelegenheit, Kapital daraus zu ziehen. Der sowjetische Stadtkommandant von Zwickau, Oberst Melanin - ein Mannsbild wie ein Kleiderschrank, wollte die Pläne unbedingt haben. Thomas Lieven übergab sie mit einigen Änderungen, um zu verhindern, dass das Teil problemlos nachgebaut werden konnte. In Zwickau, zu dem Zeitpunkt bereits Teil der sowjetische Besatzungszone, lernte er in der PALAST-Bar Melanin und dessen heißblütige Ehefrau Dunja kennen. Dunja war gleich in ihn verliebt und hegte fortan den Gedanken, sich von ihrem groben Oberst zu trennen. Durch ihre Zudringlichkeit bekam Lieven mit dem "Sowjet-Tarzan" Melanin Probleme, wobei er auch unfreiwillig Bekanntschaft mit dem Zwickauer Schwanenteich-Park machte. Außerdem lernte er in Zwickau den Armenier Reuben Achazian kennen, mit dem er als Partner ein Handelsunternehmen gründete, das bei einer Gesellschaft in Wiesbaden billig einkaufte und mit hohen Gewinnen weiter verkaufte. Der Roman ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend geschrieben und beinhaltet zudem zahlreiche Kochrezepte. |
| 2009 - Das AUDI Jahr |
| * * * 100 Jahre AUDI * * * 2009 hat AUDI aus Ingolstadt, Neckarsulm und Györ seinen 100ten Geburtstag. Vor 100 Jahren wurde die Firma in Zwickau gegründet. Zwickau ist die Wiege des Sächsischen Automobilbaus. Aber auch namhafte Persönlichkeiten brachte die Stadt hervor. Der Musikromantiker Robert Schumann oder der Brücke-Maler Max Pechstein sind weltbekannte Künstler. Der Wahl-Leipziger und bürgerliche Freiheitskämpfer Robert Blum (siehe 10teilige ZDF-Fernsehserie "Die Deutschen") wurde am 19. März 1848 von der Zwickauer Bürgerschaft ins Frankfurter Vorparlament gewählt. Er ist Ehrenbürger der Stadt Zwickau. 1904 wurden in Zwickau die HORCH-Werke gegründet. Nur 5 Jahre später, also vor 100 Jahren, kam es hier dann zur Gründung der AUDI-Werke. Der Erfinder dieses Markennamens war ein Zwickauer Gymnasiast. Das waren keine Zufälle, denn Zwickau war schließlich das am dichtesten besiedelte der 4 königlichen Oberverwaltungszentren (Regierungsbezirk) Sachsens. HORCH und AUDI wurden 1932 Firmen des Sächsischen Auto Union Konzerns. Nach dem 2. Weltkriegs gehörten Thüringen und der westlich der Zwickauer Mulde gelegene Teil des Zwickauer Regierungsbezirkes zur Amerikanischen Besatzungszone. Nach den Verträgen von Jalta und Teheran tauschte man diese Regionen gegen Westberlin, das anfangs zur Sowjetischen Besatzungszone gehörte. 1948 prägte der damalige Oberbürgermeister von Westberlin (Ernst Reuter) wegen der sowjetischen Blockade folgenden denkwürdigen Satz, der irgendwie auch für die Regionen im übertragenen Sinn Geltung besitzt, die für Deutschland über 40 Jahre Reparationsleistungen an die Sowjetunion erbrachten und weder vom Reichsbankschatz noch vom Marshall-Plan befeuert wurden: Zitat: "Ihr Völker der Welt! Ihr Völker in Amerika, in England, in Frankreich, in Italien: Schaut auf diese Stadt und erkennt, dass ihr diese Stadt und dieses Volk nicht preisgeben dürft, nicht preisgeben könnt!" |
| Vom erfolgreichsten DDR-Fussball-Trainer zum "Objektleiter" der unterklassigen BSG Motor Mitte Magdeburg |
| Am 27.10.2008 starb Heinz Krügel - erfolgreichster DDR Fußball-Trainer im Alter von 87 Jahren. Heinz Krügel wurde am 24. 4. 1921 im Zwickauer Vorort Oberplanitz geboren. Mit 6 Jahren lernte er beim Planitzer SC, übrigens zusammen mit Walter Fritsch (bekannter Fußballspieler und Trainer in der SBZ/DDR), das Fußballspielen. 1948 wurden er mit dem Sportclub Zwickau-Planitz Ostzonenmeister. Er avancierte zum erfolgreichen und allseits begehrten Fußball-Lehrer, wurde Trainer der DDR-Mannschaft, holte 3 Meister- und 3 Pokaltitel und gewann mit dem SC Magdeburg am 8. Mai 1974 in Rotterdam den Europapokals der Pokalsieger durch ein 2:0 gegen den AC Mailand. Weil er sich durch die SED-Bezirksleitung Magdeburg nicht in seine Arbeit als Trainer hineinreden ließ und überdies die Zusammenarbeit mit der STASI ablehnte, kam er auf die "Abschussliste". Nach seinen Äußerungen der Art: "Über Nizza lacht die Sonne - über uns die ganze Welt" duldete ihn die SED nicht länger. Der aufrichtige West-Sachse wurde mit lebenslangem Berufsverbot belegt und musste sich dann seine Brötchen als "Objektleiter" der unterklassigen BSG Motor Mitte Magdeburg verdienen. Nach der Wende wurde er rehabilitiert und wird heute von den Fußballfans hoch verehrt. mehr...Magdeburger Volksstimme |
| 250 000 Euro für Sanierung des Zwickauer Kornhauses |
| Zwickau 23.09.08 Das Zwickauer Kornhaus soll mit 250 000 Euro Bundesmittel gesichert werden. Der Bund wird sich damit an dem Restaurierungsvorhaben des aus dem Jahre 1480 stammenden Kornhauses, einem der bedeutendsten Speicherhäuser aus der Renaissancezeit beteiligen. Das Kornhaus wird nach abgeschlossener Restaurierung des Schlosses Osterstein ein weiterer Glanzpunkt bei der Innenstadtgestaltung sein. Geplant ist, nach Fertigstellung des Kornhauses, hier die Stadtbücherei und weitere kulturelle Einrichtungen unterzubringen. Den überwiegenden Anteil der Kosten will ein privater Bauinvestor aufbringen. Schon bald sollen Sicherungsarbeiten beginnen, um den weiteren Verfall zu stoppen. |
| Boris Becker spielte für Zwickaus Kinder ! |
| Zwickau 21.09.2008 Tennislegende Boris Becker, Daviscup-Sieger Eric Jelen, Sportmoderator Jörg Wontorra und Schwimmstar Steve Theloke waren die hochkarätige Besetzung des Zwickauer Benefiz-Golf-Turniers "Kiz-Cup". Gestern, am Samstag den 20.09.2008, folgten Sie der Einladung des Veranstalters Matthias Krauß nach Zwickau, einem guten Bekannten von Boris Becker. Für den Verein "Kinder in Zwickau" wurde ein Erlös von 28.000 Euro eingespielt. Am Abend feierte man mit 250 Gästen im Mercedes Autohaus Lueg an der Leipziger Straße. Nebenbei bemerkt: Das Autohaus engagiert sich in bemerkenswerter Weise für die Stadt Zwickau. 2004, anlässlich 100 Jahre Automobilbau in Zwickau, stellte der Chef des Hauses im Verkaufsraum sogar ein Produkt der Konkurrenz, ein großes HORCH Cabriolet, zur Schau. Boris Becker trug sich am Abend ins Goldene Buch der Stadt Zwickau ein. Jörg Wontorra kommentierte: "Zwickau liegt jetzt auf Augenhöhe mit Leimen und New York. Auch dort steht Beckers Name in den Stadt-Büchern" |